Jugend-Engagement-Wettbewerb 2026/27
Jugend in RLP wird gehört – und gezählt.
Ein soziales Netzwerk für junge Menschen in Rheinland-Pfalz, das verbindet statt spaltet. Start: Pilot im Landkreis Bernkastel-Wittlich.
Entwurf der App-Oberfläche
Die Idee
Soziale Netzwerke sind für junge Menschen der Ort, an dem Meinungen entstehen. Doch die großen Plattformen belohnen, wer am lautesten provoziert. Algorithmen halten uns mit endlosen Feeds fest, Hass verbreitet sich schneller als Argumente, und viele ziehen sich zurück.
Gleichzeitig werden Jugendliche in ihrer Gemeinde kaum gefragt. Bürgerversammlungen erreichen meist einen kleinen, immer gleichen Kreis, und in den Eifeldörfern und an der Mosel fehlen einfache Wege, sich einzubringen.
So entstand die Idee zu Populi: ein soziales Netzwerk, das junge Stimmen sichtbar macht und zeigt, was uns verbindet.
Netistik = Netzwerk + Statistik
Nach oben kommen Aussagen, denen über alle Lager hinweg viele zustimmen, nicht die lautesten.
Keine Bots, keine Werbung, kein Datenverkauf. Öffentlich sind nur Altersgruppe und Landkreis.
Die Ergebnisse gehen an Jugendvertretungen und Gemeinden, damit aus Meinungen Wirkung wird.
Konzept
Auf Populi gibt es regelmäßig kurze Fragen zu Themen vor Ort, etwa zu Busverbindungen, Treffpunkten oder Schule. Zu jeder Frage gehört ein Diskussionsraum. Sofort sichtbar wird, wie die eigene Region und Altersgruppe denkt. Überraschende Ergebnisse lösen Debatten aus, und aus den Debatten entstehen neue Fragen.
Beispielfrage mit illustrativen Werten – keine echten Ergebnisse.
Entwurf · Beispielwerte
Der Unterschied
| Klassisches Netzwerk | Populi | |
|---|---|---|
| Wer wird sichtbar? | Wer am lautesten polarisiert | Wer über Lager hinweg überzeugt |
| Wer ist dabei? | Bots und Mehrfachaccounts | Eine Person, ein Account |
| Identität | Selbstdarstellung und Reichweite | Anonym, nur Altersgruppe und Landkreis |
| Feed | Endlos und algorithmisch | Themenräume, chronologisch wählbar |
| Was bleibt? | Einzelmeinungen und Anekdoten | Ein belastbares Stimmungsbild |
| Wovon lebt es? | Werbung und Verweildauer | Keine Werbung, kein Datenverkauf |
Der Kreislauf
Eine kurze Frage geht an die Jugendlichen einer Region.
Sofort sichtbar: So denkt meine Region, meine Altersgruppe, ganz RLP.
Überraschende Ergebnisse lösen Debatten aus, mit Argumenten statt Beleidigungen.
Aus den Debatten entstehen die nächsten Fragen.
Mehr Beteiligung bringt ein genaueres Bild, und ein genaueres Bild bringt mehr Gründe mitzureden.
Für wen?
Sie können mitreden, ohne zu Versammlungen fahren oder laut auftreten zu müssen, auch aus dem kleinsten Dorf.
Sie bekommen ein breites Stimmungsbild statt der Meinung weniger Aktiver.
Sie erfahren, was junge Menschen brauchen, und können öffentlich antworten, was daraus wird.
Warum hier?
Ein Landkreis, überschaubar für einen Pilot und meine Heimat: Ich kenne die Wege und Themen vor Ort.
Die Kreisstadt Wittlich, Weinorte an der Mosel und Dörfer in Eifel und Hunsrück, ein Abbild der Gesellschaft im Kleinen.
Nach dem Pilot folgt die Region Trier und schließlich ganz Rheinland-Pfalz.
Fahrplan
Blog
Heute habe ich das Konzept von Populi für den Jugend-Engagement-Wettbewerb ausgearbeitet: Funktionsweise, Datenschutzprinzipien, einen 12-Monats-Plan und eine Projektpräsentation. Die Bewerbung geht heute raus. Weitere Einträge folgen, sobald der Aufbau beginnt.
Fragen & Antworten
Populi ist offen für alle Meinungen und steht keiner Partei nahe. Auf der Plattform gibt es keine politische Werbung. Sichtbar werden vor allem Aussagen, die über Lagergrenzen hinweg Zustimmung finden.
Gespeichert werden nur Altersgruppe und Landkreis. Ergebnisse gibt es nur gesammelt und erst ab einer Mindestzahl an Antworten. Es gibt keine Profile für Werbung und keinen Datenverkauf.
Für die Nutzerinnen und Nutzer ist Populi kostenlos. Die laufenden Kosten im Pilotjahr soll das Preisgeld decken.
Jede Person bekommt genau einen Account. Die Identität wird datensparsam bestätigt, aber nicht gespeichert.
Ein Bericht zeigt, was funktioniert hat. Kommt Populi gut an, wächst es auf weitere Orte in Rheinland-Pfalz. Die Methode bleibt offen, damit andere daraus lernen können.